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Willkommen auf der Seite unseres Gospelchors:
Wenn amerikanische Gospelsänger oder Gospelchöre nach Deutschland kommen werden ihre Vorträge meist mit großer Begeisterung und Anteilnahme aufgenommen. Es ist für uns Europäer immer ein großes Erlebnis zu beobachten, dass das in Melodie und Rhythmik fremdartige Liedgut von den Akteuren eher erlebt als nur vorgetragen wird. Der Zuhörer kann sich dieser Atmosphäre kaum entziehen und wird fast zwangsläufig zum Mitmachen animiert. Das Resultat sind starke positive Emotionen und geradezu euphorische Gefühle.
In einer solchen Stimmung haben Mitglieder des Volks-Chors 1900 Roxheim e.V. im Jahr 1996 beschlossen, einen Gospelchor zu gründen. Ein solches Unterfangen war sehr mutig und ist mit enormen Mühen verbunden. Was die Afroamerikaner schon in die Wiege gelegt bekommen,
muss der Europäer erst mühsam erlernen. Als nicht geringe Schwierigkeit ist die Dominanz der englischen Sprache zu nennen, die vielfach in einer altertümlichen, z.Tl. verstümmelten Version angewandt wird.
Die fremdartigen Melodien und Rhythmen, im Auditorium schön anzuhören, müssen von den Akteuren mit extremer Disziplin eingeübt werden. Das funktioniert aber nur, wenn die Sänger eine deutliche Zuneigung zu Old Time Jazz und zu Blues verspüren und darüber hinaus bereit sind, sich für die einzelnen Gospels emotional zu engagieren. Nicht unwesentlich dabei ist eine gewisse Religiosität des Einzelnen, die allerdings nicht religions- oder konfessions- gebunden zu sein braucht.
Der Gospelchor "voices@heaven" besteht zur Zeit aus 25 Sängerinnen und Sängern, die der genannten Anforderungen wegen den jüngeren Jahrgängen angehören.
Seine vielfältigen Auftritte hatte der Chor in Kirchen, Konzertsälen und auf Weihnachtsmärkten sowohl bei Konzerten als auch bei Jubiläen, Hochzeiten, Kommunion und Konfirmation. Er war Gastgeber des Kreis-Chor-Tages des Kreises Bad Dürkheim und er sang bei einer Gala im Königsaal des Heidelberger Schlosses.
Alljährlich findet in Bobenheim-Roxheim ein mehrtägiger Gospel-Workshop mit anschließendem Konzert statt, der von dem Afroamerikaner Randall Taylor aus New York geleitet wird und eine große Teilnehmerzahl anlockt. Dabei werden sowohl Chor als auch Interessierte wieder zu den Quellen des Gospelgesangs geführt.
Der Gospelgesang verdient es in hohem Maße intensiv gepflegt zu werden. Er drückt nicht nur die Liebe zu Gott aus, sondern auch zum Leben und den Menschen aller Rassen und Hautfarbe. Er könnte unter Umständen sogar der Baustein einer globalen Ökumene sein.